G E S C H I C H T E
Neohori ist, wie der Name besagt, ein "neues" Dorf (neo hori = neuer Ort). Zwar war das gesamte Gebiet von der Ägäis bis zum Pagasitischen Golf, schon immer besiedelt. Neohori wurde jedoch erst im Mittelalter von Einwohnern der umliegenden Siedlungen sowie von ägäischen und nordgriechischen Siedlern erbaut.
Die Geschichte der Gegend um Neohori ist sehr alt und beginnt bereits im Altertum; wir wissen vom mythologischen Afetai, den Mythen des Königreiches von Lai und es existieren Berichte über Minoischen Siedlungen, sowie über Siedler am Kap Klossou, Agios Dimitrios (Neohori), welches in vielen alten Karten als "Knossou" beschrieben wird. Bereits die Historiker Strabo und Herodot schrieben Berichte über Afetai.
Auch die Ostseite, die ägäische Seite von Neohori, ist übersät mit Resten alter Siedlungen und Festungen, so z.B. in den Orten Lai, Agios Dimitrios und Plaka. Über die Ausgrabungen, die 1906 in Lai von der Britischen Archäologischen Schule durchgeführt wurden, berichtet A. J. B. WACE in seinem Werk "The Topography of Pelion and Magnesia" (1906) und beschreibt, daß Überreste einer frühchristlichen Kirche - einer Basilika aus dem Ende des 5. Jahrhunderts -, gefunden wurden, ebenso wie Überreste von Gräbern, Festungen, Häusern, Münzen und Amphoren aus der Byzantinischen Zeit. Auch der französische Wanderer M. Mézieres mit seinem Tagebüchern "Mémoires" (Paris 1954) und der Grieche A. Abramäas "Thessalia" (Athen 1974) schreiben über Funde in Agios Dimitrios, die von Überresten Byzantinischer Festungen, Gräbern sowie Münzen der Kaiser Justinian I. und Johanni Tsimiski, sprechen. Die gleichen Aussagen finden wir auch im Werk der Autoren Philippson - Kirsten "Griechische Landschaften" (Band 1 4, Frankfurt/Main, 1950-95), Buch "Der Nordosten der griechischen Halbinsel" wieder. Ruinen einer weiteren bedeutsamen Byzantinischen Festung, der sogenannten "Paleokastro", welche unter Denkmalschutz steht, sind bis heute in Plaka (Neohori) zu sehen.
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